by Vanilla Quicksand ... Spaß muss auch mal sein - und gerade in Freundschaften sollte man über nicht ganz erst gemeinte Dinge lachen können. Wir übernehmen keine Verantwortung für irgendwelche Schäden, die die folgenden Tips und Ideen anrichten....
Add Comment Vanilla Quicksand ... Essen ist das natürlichste auf der Welt. Wieso schämen sich also soviele Frauen in der Öffentlichkeit zu essen, genug zu essen und was anderes zu essen als Salat und Knäckebrot? Warum müssen Frauen immernoch in ihrer Esskultur verkörpern, wie schwach und zartbesaitet sie sind? Susie Orbach hat mit ihrem Bestseller, dem "Anti-Diätbuch" erstmal beschrieben, warum Essen in unserer Kultur häufig zur Dickleibigkeit von Frauen führt und wie man diese "Eßsucht" unterdrücken kann. Der englische Originaltitel "Fat is a feminist issue" zeigt auch heute noch aktuell, worum es eigentlich geht: Um die Befreiung von Frauen. Natürlich ist neben Dickleibigkeit auch Magersucht oder Bulimie (Ess-Brecht-Sucht) eine typisch weibliche Erkrankung. Leider kenne ich persönlich aber zu wenige Bücher zu dem Thema, abseits einiger Biografien. Hier also einige Buchempfehlungen*:
by Vanilla Quicksand ... Im dritten Teil der Reihe "Was Denken & Sprache miteinander zutun haben..." geht es jetzt um den Bezug zu zwischenmenschlichen Beziehungen. Zur Erinnerung: Teil 1 beschäftigte sich mit Psychischer Gewalt und gewalttätiger Sprache, Teil 2 beschäftigte sich mit dem Unterschied zwischen einer statischen und einer dynamischen Denkweise. Es liegt völlig auf der Hand, dass der_diejenige, der_die mit einer statischen, von Verurteilungen geprägten Sprache auf eine_n andere_n zugeht, nicht gerade im Begriff ist, das zu bekommen, was er_sie sich wünscht. Ebenfalls ist gewalttätige Sprache alles andere als emanzipatorisch, denn sie lässt dem Menschen keine Wahl. Wichtig ist gerade in Beziehungsdingen, die unterschiedliche Sozialisation miteinzubeziehen: Während Frauen häufig (wenigstens) lernen, ihre Gefühle indirekt, z.B. durch "Nörgeln" und "Meckern", auszudrücken ("Nie nimmst du mich in den Arm!" = "Ich wünsche mir, dass du mich öfter/mal wieder in den Arm nimmst."), lernen Männer häufig nicht einmal ihre Gefühle konkret zu benennen. Steffen Burger, der mit gewalttätigen Männern arbeitet, sagt dazu in einem Interview mit der Zeitschrift chrismon: "Der wahre Grund, warum Männer gewalttätig werden ist, dass sie die Gedanken und Gefühle, die sie gerade haben, nicht aushalten. Hilflosigkeit, Ohnmachtsgefühle, die Angst, verlassen zu werden [...]. Diese Gefühle sind so unaushaltbar, dass der Mann Wut und Ärger drüberlegt." So erklären sich auch Statistiken, nach denen Männer weit häufiger körperliche Gewalt anwenden als Frauen (das ist nämlich kein Mythos wie uns Maskulisten häufig weismachen wollen), denn "[i]rgendwann explodiert er und schlägt zu." Das ist natürlich absolut keine Entschuldigung, sondern eine Erklärung, denn wenn ein Mann viel Stress hat o. Ä. sind das "[...] alles keine Gründe, jemanden zu misshandeln. Jeder hat seine Wahl [...]" Täterberatung, so Burger, bedeute vor allem, dass Männer Wahlmöglichkeiten erkannten. Daran zu arbeiten, Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu artikulieren, liegt natürlich an jeder_m selbst. Übung macht auch hier den_die Meister_in. Eine Möglichkeit, in Beziehung(en) einfühlsam damit umzugehen, bietet die GFK nach Rosenberg. Was Denken & Sprache miteinander zutun haben... - Teil 2: Statische und dynamische Denkweise(n) 01/04/2012
by Vanilla Quicksand ... Im ersten Teil der Reihe "Was Denken & Sprache miteinander zutun haben..." ging es um gewalttätige Sprache (Teil 1). Hier soll es nun konkreter um dynamisches und statisches Denken gehen, wie Carol Dweck es bezeichnete. Eine statische Denkweise setzt voraus, dass die Dinge immer so bleiben, wie sie sind ("Ich kann diese Aufgabe nicht schaffen!"). Es bleibt kein Raum für Veränderung ("Nie wäschst du ab!", "Du bist unfassbar faul!") und auch Menschen - so der (unbewusste) Glaube - können sich nicht verändern. Carol Dweck fand dazu ebenfalls heraus, dass es möglich ist, in einem bestimmten Lebensbereich eine dynamische, in einem anderen eine statische Denkweise an den Tag zu legen. Diese dynamische Denkweise zeichnet sich dadurch aus, dass etwas momentan so gesehen bzw. beurteilt wird ("Momentan kann ich die Aufgabe noch nicht meistern, aber ich entwickele mich bestimmt weiter und schaffe es dann!"). Beispiele hierfür sind im Zwiegespräch Sätze wie: "Momentan wäschst du seltener ab als sonst.". (Durch den Vergleich bekommt das "seltener" erst eine relative Bedeutung, welche sonst völlig subjektiv geblieben wäre.) In Verbindung mit der GFK könnte sich derselbe Satz etwa so anhören: "Ich sehe dich momentan seltener abwaschen als sonst. (+ Gefühl +Bedürfnis +Bitte)".
by Vanilla Quicksand ... Neben körperlicher Gewalt gibt es auch seelische und strukturelle. Im Folgenden soll es um seelische Gewalt und Gewalt in der Sprache gehen. Gewaltätiges Verhalten ist gemeinhin alles, was einer_m anderen (gewollt oder ungewollt) Schmerzen aussetzt oder das in Kauf nimmt. Weiter gegriffen also alles, womit ich die Grenzen meines Gegenübers missachte. Entsprechend gehören zur psychischen Gewalt Verhaltensweisen, die einer_m anderen z.B. durch Drohungen Angst machen, ihn_sie verspotten oder ihn_sie nicht ernstnehmen. (Psychische) Gewalt ist auch dann Gewalt, wenn sie nicht "absichtlich" zugefügt wird. Das passiert häufig als "Sozialisationsprodukt": Imitationslernen spielt hier eine große Rolle. Gewalt in der Sprache ist meist nicht bewusst eingesetzt, sondern "passiert nebenbei". Ein gutes Beispiel dafür ist "mean talk". Mean Talk ist jede nebenbeigetätigte, abfällige, wenn auch humorvoll gemeinte, Bemerkung, die eine_n anderen verletzt oder verletzen könnte. Zu Gewalt in der Sprache können auch Verurteilungen gezählt werden, wie Marshall B. Rosenberg schreibt. Seiner Meinung nach zählen auch Verurteilungen wie "faul", "hässlich" oder "dumm" zur gewalttätigen Sprache. All diese Adjektive sind nämlich subjektiv und wertend. Statt Verurteilungen ist es sinnvoll, objektive Beschreibungen oder Beobachtungen zur Sprache zu bringen, wie es die Gewaltfreie Kommunikation anbietet. Statt "Du bist so faul! Nie wäschst du ab!" heißt es dann: "Du wäschst seltener ab als sonst. Hast du momentan viel Stress und das Bedürfnis nach Ruhe?" und klingt in den Ohren des Gegenübers gleich viel liebevoller... How to mit MeanTalk aufhören 23/03/2012
by Vanilla Quicksand... "Don't compromise yourself. You're all you've got." - Janis Joplin spricht eine Erkenntnis aus, die viele Frauen erst später, wenn überhaupt machen. Übersetzt bedeutet das etwa "Gefährde dich selbst nicht, du hast niemand anderen." Sich selbst gefährden kann man durch viele verschiedene Verhaltensweisen, dazu zählen der Konsum von Alkohol, Nikotin oder anderen Drogen, unzählige Diäten, typisch weibliche Krankheiten wie Mager-, Ess-Brech- und Fresssucht, "Cutting" also selbstverletzendes Verhalten, usw.. Davor steht aber meist eins: Mean Talk. Mean Talk bezeichnet herabsetzende, abwertende Sprache; auch Sprüche, die eigentlich witzig gemeint sind, können gemein sein und das Gegenüber wirklich verletzen. Das Schlimmere aber: Häufig nutzen Frauen Mean Talk - gegenüber sich selbst. Wie mensch das stoppen kann, liest er/sie hier:
by Vanilla Quicksand ... Was ist das populärste Klischee über Frauen, ausgenommen der Schuh-Tick? Genau - das Mäkeln über die eigene Figur, das Herumpieksen im nichtvorhandenen Speck, die panische Angst, nicht gut genug auszusehen, die beängstigende, neurotische Diät-Sucht. Warum machen Frauen sowas? Ist doch ihre eigene Entscheidung, oder nicht? Offensichtlich denken sie, weil sie so erzogen wurden, dass sie attraktiv sein müssen - und diese Attraktivität ist sehr konkret: Auch die normale Frau muss aussehen wie ein Model. Lange, glänzende Haare, durchschnittliche, d.h. als schön empfundene Gesichtszüge, 90-60-90-Maße, lange Beine, große Brüste. Die normale Frau ist ständig damit konfrontiert: Hochglanzmagazine, Fernsehen - alles zeigt nur eins, die ideale, superschöne, superdünne Frau. Kein Wunder, dass sich Frauen daher nach dem Genuss von Frauenzeitschriften mieser fühlen als zuvor. Dabei sind all diese Bilder im Prinzip Fantasieprodukte. Die Haut der Models wird retouchiert, ihre Beine gestreckt, ihr Körper dünner gemacht, ihre Augen vergrößert, ihre Nase evtl. verkleinert - am Ende erkennt niemand mehr das eigentliche Model auf der Straße. Nicht nur die durchschnittliche Frau leidet darunter, natürlich auch das Model selbst und es scheint, dass sich vermehrt ein Hass von Frauen auf ihren Körper bildet. Kein Wunder, wären sie ein Mann ... Aber solange Frauen sich nicht darüber im Klaren sind, wie Medien funktionieren und solange sie denken, dass Schönheit etwas Konkretes ist, bleiben sie erpressbar: "Wenn du Liebe willst, musst du schön sein!" [Und meistens bleibt es nicht bei dieser einen Erpressung, es geht weiter: "Wenn du willst, dass ich bei dir bleibe, hör auf zu nörgeln und mach die Hausarbeit!" (...denn eine nörgelnde Hausfrau ist schon sehr unattraktiv, oder?) oder "Wenn du mich nicht verlieren willst, dann pass auf die Kinder auf! Ich bin müde und erschöpft von der Arbeit." (Klar, Frauenarbeit ist ja auch so viel leichter... Da macht es Sinn, dass wenn beide arbeiten, der Mann sich zurücklehnt und die Frau noch die Hausarbeit einschließlich Kinderbetreuung übernimmt. *ironie*)] Schlussendlich sieht die Frau von heute sich vor unzähligen Anforderungen. Im Prinzip darf sie vor einem Mann kein Mensch mit Schwächen sein, sondern sie muss alles gleichzeitig perfekt erfüllen: Die Rolle der Hausfrau; die Rolle der Mutter, die ihrem Ehepartner* auch noch hinterherräumt und ihm - weil er sich so liebevoll um sie sorgt *ironie* - auch noch im Bett als perfekte Geliebte dient, ohne Murren, irgendwelche Anforderungen oder Orgasmusschwierigkeiten, versteht sich; im Job muss sie natürlich beweisen, dass sie genauso gut wie ein Mann ist und da dann die erfolgreiche Karrierefrau mimen; und wenn sie dann mal ausrastet, tja, dann war sie eben "hysterisch" und der Ehemann* tut einem wirklich, wirklich leid. Am Ende ist sie also ausgezehrt, im Job zurück (wegen den Kindern), von ihrem Ehemann betrogen (weil es im Bett nicht mehr so lief) und wenn sie besonders viel Glück hat, wird sich auch noch verlassen. Aber wie bewahrt frau sich genau davor?
_____ *muss natürlich nicht zwangsläufig männlich sein; kann auch die Ehepartnerin sein, kommt aber seltener vor. by Vanilla Quicksand ... Lu Decurtins hat mit seiner Hausarbeit "Was ist das denn, ein Mann?" den Nagel auf den Kopf getroffen: Genauso wie die Frau zur Frau gemacht wird (Simone de Beauvoir), wird natürlich auch der Mann erst durch Sozialisation zum Mann gemacht. Typische Beispiele für männliche Verhaltensweisen, zeigt der Autor auf den Seiten 1 bis 5. Dieses Wissen wird sinnvoll in der Familie (falls Söhne vorhanden sind oder ein Bewusstsein der Töchter geschaffen werden soll) oder kann auch in der Beziehungsarbeit durchaus hilfreich sein. So wissen Männer und Frauen um geschlechtsspezifische Eigenarten, die aber, das sagt auch Decurtins, anerzogen sind. Das heißt, mit dem Bewusstmachen geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen, lassen diese sich - wie jede andere auch - nach Wunsch verändern. Bei der Arbeit mit Jungen helfen die auf Seite 6 beschriebenen Leitlinien.
"Tu dir gut!" - Jennifer Louden 18/03/2012
by Vanilla Quicksand ... Nach einer Lebenskrise voller Depression, begann Jennifer Louden, Wege zu suchen, sich selbst zu befreien. Mit eigener Kraft und vielen kleineren und größeren Umstellungen schaffte sie es, sich mit eigener Kraft wieder ins Leben zurückzuholen. Ihre reichhaltigen Erfahrungen und Versuche teilt sie mit ihren LeserInnen. Das Buch richtet sich eigentlich an Frauen - als es 1992 erschienen ist, war das vermutlich auch immernoch mehr als nötig - ich persönlich denke aber, dass auch Männer davon profitieren. Jennifer Louden hat wohl dasselbe gedacht, als sie kurze Zeit später das "Wohlfühlbuch für Paare" schrieb und veröffentlichte. Ihre Erfahrungen teilt sie mit uns aber nicht in Form einer Biografie o. Ä. - Loudens Weg ist einfacher, praxisnaher: Sie macht uns Vorschläge, wie wir mehr Lebensqualität aus dem Alltag herausholen können. Vorschläge wie z.B. "Tu was für deinen Körper" gliedern sich immer in mehrere kleine Rubriken, wie z.B. "Worum gehts?", "Was du dazu brauchst", "Was du für dich tun kannst" sowie "Literatur und Tips". Das macht es einfach, schnell mal etwas für eine Erholungspause zu finden ohne von unglaublich vielen Seiten erschlagen zu werden. Meiner Meinung nach sollte jede_r im Besitz dieses Buches sein. Gerade heute scheint es mir, als hätten Menschen vergessen, wie sie für sich selbst sorgen können und das sie es auch dürfen. Dann passiert es, dass die Anforderungen an den/die PartnerInnen ins Unerfüllbare steigen und keine_r mehr die Chance hat, glücklich zu werden. Das Wohlfühlbuch gibt es auch noch für Schwangere und für Paare. Mir persönlich tut das Buch schon gut, wenn ich nur darin lese. Ich plädiere wirklich auf: KAUFEN! (Oder leihen... und nicht mehr zurückgeben, etc.)!
Internationaler FrauenTag (IFT) 08/03/2012
Heute scheint überall ganz schön viel los zu sein. Hier gibt es eine kleine Artikelsammlung zum Thema. Zum internationalen Frauentag ist ganz schön was los. Da gibt es einerseits Redakteurinnen, die sich des Themas annehmen (wie Ines Pohl, hier) oder zumindest Artikel, die dasselbe tun. Hier die Gießener Zeitung oder sogar die BILD (die ich nicht empfehle o. Ä., sondern nur zwecks Information verlinke!). Spannend und damit empfehlenswert finde ich den Artikel der Frankfurter Rundschau, der sich mit Bewegungen am IFT beschäftigt - und auch mit nackten Frauen als Serviervorlage... Die Geschichte des Frauentages ist hier nachzulesen. Heute finde ich persönlich es ganz besonders wichtig, sich zum Feminismus zu bekennen. Daher gibt es ab heute eine neue Rubrik, die "Ich bin FeministIn" lautet. Unter jedem Twitter-Post ist ebenfalls zu lesen, dass ich Feministin sei. Ich wünsche mir, dass das heute viele Frauen und Männer tun. :) Schöne Grüße an alle weiblichen, sich als weiblich verstehenden, sich nicht zuordnen könnenden oder wollenden sowie alle sich mit weiblichen Menschen solidarisierenden oder sympathisierenden Menschen! (Na, was das political correct oder was? ;)) ICH BIN FEMINISTIN! =) |